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Ist es sinnvoll, in Gold zu investieren?
Eine Investition in Gold kann durchaus sinnvoll sein. Das Edelmetall verhält sich hinsichtlich Kursschwankungen häufig gegengleich zu Anleihen oder Aktien. Deshalb ist Gold ein idealer Bestandteil eines guten Anlagemixes und dient insbesondere der Risikostreuung.
Welche Anlageformen gibt es?
Grundsätzlich kann zwischen zwei Anlageformen unterschieden werden: physisches Gold oder Wertpapiere wie Aktien. Finden Sie nachfolgend eine kurze Übersicht:
- Physisches Gold: Hier handelt es sich um materielle Produkte wie Goldbarren oder Goldmünzen, aber auch Goldschmuck. Anlagegold ist innerhalb der Europäischen Union von der Steuer befreit.
- ETFs und ETCs: ETFs (Exchange Traded Funds) als auch ETCs (Exchange Traded Commodities) werden an der Börse gehandelt. ETFs sind Investmentfonds und bilden die Wertentwicklung eines bestimmten Index ab. Während Sie beim Kauf von ETCs direkt in einen einzelnen Rohstoff wie etwa Gold investieren können, ist dies bei ETFs nicht der Fall. Gesetzlich müssen Fonds aus verschiedenen Wertpapieren bestehen.
- Goldminenaktien: Über Goldminenaktien können Sie durch Unternehmensanteile indirekt vom Goldpreis profitieren. Weiters ist eine Ausschüttung von Dividenden prinzipiell möglich. Gewinne als auch Verluste sind allerdings unter Umständen stärker spürbar. Neben der Abhängigkeit vom Goldpreis besteht außerdem eine Abhängigkeit vom Betreiber der jeweiligen Goldmine und wie dieser wirtschaftet.
Vorteile und Nachteile einer Anlage in Gold
Das Investieren in Gold gilt je nach gewählter Anlageform als vergleichsweise sicher und bietet für den Anleger einige Vorteile. Dennoch birgt auch diese Art der Wertanlage ein gewisses Risiko und bringt Nachteile mit sich.
- Diversifikation des Portfolios
- Ausgleich von Verlusten anderer Anlageklassen
- Risiko eines Totalverlustes gering (physisches Gold)
- Schutz vor Inflation
- Steuerfreiheit von Anlagegold in der EU
- Stabilität in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten
- Weltweiter Vorrat an Gold ist begrenzt – es kann nicht endlos nachproduziert werden
- Währungsrisiko, da der Goldpreis vom Dollarkurs abhängig ist
- Keine Zinsen bzw. Dividenden (fehlender laufender Ertrag)
- Verkauf nicht immer sofort möglich (physisches Gold)
- Vergleichsweise geringe Rendite
Schwankungen des Goldkurses
Wie erwähnt, besteht bei Gold als Anlageform ein Währungsrisiko. Der Goldpreis ist indirekt an den US-Dollar gekoppelt, da das Edelmetall auf dem Weltmarkt in dieser Währung gehandelt wird. Schwankt der Dollarkurs, wirkt sich dies entsprechend auf den Wert Ihres Goldes aus – sowohl positiv wie negativ. Je nachdem, wie der US-Dollar bewertet wird, erhalten Sie beim Verkaufen mehr oder weniger Euro als Gegenwert. Gleiches gilt natürlich, wenn Sie Goldbarren, Goldmünzen oder ETCs kaufen.
Goldbarren oder Goldmünzen kaufen - was ist besser?
Die Frage, ob besser in Münzen wie den Wiener Philharmoniker oder Goldbarren wie Guss-, Kine- oder Prägebarren investiert werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sowohl Anlagemünzen (Bullionmünzen) als auch Barren haben sich bereits seit Jahrtausenden als Geldanlage bewährt.