Österreichische Gulden aus Gold – und ihre Geschichte
Von der offiziellen Währung zur beliebten Geldanlage: Das hat der österreichische Gulden in den letzten 150 Jahren durchlebt. Bis heute werden Gulden aus Gold geprägt, die von der Geschichte der Münzen erzählen. Doch ihr Wert ist inzwischen um ein Vielfaches gestiegen. Hier lernen Sie die 4-Gulden- und 8-Gulden-Münzen kennen.
Was sind österreichische Gulden?
Der Schilling ist uns in Österreich noch gut bekannt – viele rechnen noch immer um, wenn sie Preise in Euro sehen. Dabei ist auch der Schilling erst etwas über hundert Jahre alt. Davor, von 1892 bis 1925, war die Krone die offizielle Währung. Doch wir blicken heute noch weiter in die Vergangenheit, denn vor der Krone kam der österreichische Gulden.
Die Geschichte des Gulden: Vom 15. Jahrhundert bis heute
Der Gulden war von 1858 bis 1892 die offizielle Währung in Österreich. Unterteilt wurde er in 100 Neukreuzer, genau wie der Euro in 100 Cent. Dabei geht die Geschichte der Goldgulden noch deutlich weiter zurück:
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Seinen Ursprung hat der Gulden in Italien. In Florenz wurde der „Fiorino d’oro“ schon 1252 als eine der ersten Goldmünzen im westlichen Europa hergestellt.
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Diesem „Florentiner Gulden“ verdankt die Münze bis heute die Abkürzung „Fl“, die auch auf den modernen Nachprägungen zu finden ist.
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Durch den Handel und die Münzprägung im Römischen Reich gelangte der Gulden im 14. Jahrhundert unter anderem in das heutige Tschechien und Ungarn.
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In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der „rheinische Goldgulden“ in vier Münzstätten in Basel, Dortmund, Nördlingen und Frankfurt am Main geprägt.
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Ab 1481 wurde der österreichische Gulden als Zahlungsmittel verwendet – allerdings lange nicht als geprägte Münze, sondern beispielsweise als 60-Kreuzer-Münze oder als Wertpapier.
- Erst ab 1857 wurden österreichische Gulden-Münzen zunächst aus Silber und ab 1870 auch aus Gold geprägt.
- 1892 wurde der Gulden als Währung von der Krone abgelöst, bis 1900 waren die Münzen allerdings noch im Umlauf.
Der österreichische Gulden hat also eine lange Geschichte, weshalb er sowohl für Sammler als auch für Anleger interessant ist.
Zu den Österreichischen Gulden
Österreichische Gulden aus Gold
Bei den österreichischen Gulden aus Gold handelt es sich um Nachprägungen des Jahrgangs 1892. Bis heute werden die Goldmünzen mit einem Nennwert von 4 Gulden und 8 Gulden hergestellt. Beide Gulden ziert ein Porträt Kaiser Franz Josephs auf einer Seite sowie ein Doppeladler auf der anderen Seite. Neben ihrem Nennwert unterscheiden sich die beiden Goldmünzen in ihrem Feingewicht, ihrer Größe sowie ihrem tatsächlichen Wert.
Die 4-Gulden-Münze hat ein Feingewicht von rund 2,9 Gramm und einen Durchmesser von 19 Millimetern. Mit einem Feingewicht von rund 5,8 Gramm sowie einem Durchmesser von 21 Millimetern ist die 8-Gulden-Münze größer und wertvoller. Der Wert der Münzen hängt dabei immer vom aktuellen Goldpreis ab. Deshalb aktualisieren sich die Preise in unserem Gold-Shop im 15-Minuten-Takt.
Was sind österreichische Gulden in Euro wert?
Historische Währungen und der Euro lassen sich anhand der Kaufkraft vergleichen. Also: Wie viele Gulden hätte man für den gleichen Warenkorb wie heute bezahlt? Im Jahr 1892, kurz bevor der Gulden als offizielle Währung abgelöst wurde, kann die Kaufkraft eines Gulden auf etwa 18,43 Euro im Jahr 2025 geschätzt werden.
Tatsächlich sind die österreichischen Gulden in Euro heute aber deutlich wertvoller, weil sie zu 90 Prozent aus echtem Gold bestehen. Ihr tatsächlicher Wert hängt dabei stets vom aktuellen Goldpreis ab.
Österreichische Gulden als Anlagemünzen
Ihre historische Bedeutung ist sicher ein wichtiger Grund, warum die Goldgulden so beliebt sind. Passend für Anleger haben sie zudem weitere wichtige Eigenschaften einer Anlagemünze:
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Ein Prägedatum nach 1800.
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Den Goldgehalt von mindestens 90%.
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Den Gulden als ehemalige offizielle Währung Österreichs.
Der österreichische Gulden hat damit einen großen Vorteil: Er ist in Österreich steuerfrei erhältlich.
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